Aktuelle Ausstellung

Das Pink und das Grau

 

10. September bis 23. Oktober 2022


Martin J. Allen
  -  Aquarell

Mary Dillon  -  Aquarell

Lisbeth Habusta  -  Kugelschreiberzeichnung

Annie Patterson  -  Aquarell

Verena Redmann  -  Farbstiftzeichnung

Achim Weinberg  -  Fotografie

Gunther Willinger  -  Fotografie

 

An den grauen Zweigen veranstalten pink-orangene Früchte noch ein Farbfeuerwerk, lange nachdem die Blätter schon abgefallen sind. Es sind die „Pfaffenhütchen“, die dem Fotograf Gunther Willinger ins Auge fielen. Im Wald von Schönbuch in Baden-Württemberg entstand eine Fotoserie, die den Kern dieser Ausstellung bildet; aus der klassischen Naturfotografie wird ein ornamentales Gewebe aus grauen Linien und leuchtenden Farbpunkten.

Die Farbe rosa nutzt Martin J. Allen in seinem Aquarell „Saw-wort“ (Färberscharte) als Symbol für die bunten Wiesen, die er in Nord-England kartiert. Das Verschwinden vieler Arten von Wildblumen bereitet ihm jedoch Sorgen. Als feinen Hinweis darauf lässt er in seinem Bild die Farbe an den Rändern auslaufen, als könnte die gefährdete Blume zu einer schwarz-weißen Erinnerung verblassen.

Weitere Botanische Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Österreich, Frankreich und Irland fächern blasse Rosatöne, leuchtendes Pink und subtile Grauabstufungen auf. Die weinroten Stängel des Hartriegels und eine rosa-weiße Herbstrübe sind ebenso Thema für künstlerische Betrachtung wie grauschimmernde Laubunterseiten.

Neben neu entstandenen Arbeiten zeigen wir auch etliche Werke, die letztes Jahr in der großen Ausstellung „Exploring Botany“ in Krakau zu sehen waren. Die von Sylvia Peter und Dr. Anna Król kuratierte Ausstellung zog trotz der Pandemie 84.000 BesucherInnen an. Durch die Einschränkungen war es nur wenigen Deutschen möglich nach Krakau zu reisen; einige der Werke unserer Galerie-Künstler können Sie nun im Forum Botanische Kunst sehen.

 

Parallel zeigen wir die Sonderausstellung:

Botanische Kunst aus dem Koffer

Antonina Shesteriakova, Botanische Künstlerin aus der Ukraine, lebt und arbeitet seit März bei uns. In ihrem Koffer brachte sie neben dem Nötigsten auch einige kleine Arbeiten mit. In Grafit und Farbstift zeichnet sie Wildblumen und Nutzpflanzen, aber auch seltene Schmetterlinge der Ukraine. Diese mitgebrachten Schätze zeigen wir in einer kleinen Sonderausstellung. Der Verkaufserlös ihrer Bilder kommt vollständig der Künstlerin zugute.

Mehr zu Antonina Shesteriakova sehen Sie hier.

Antonina Shesteriakova wurde für die Residenz-Förderung für bildende Künstler.innen aus der Ukraine der Stiftung Kulturfonds ausgewählt.

 

Beide Ausstellungen laufen vom 10. September bis 23. Oktober 2022

geöffnet
Samstag, Sonntag und an Feiertagen
13.00 bis 18.00 Uhr

Eintritt frei.