Rachel Pedder-Smith

Künstlerfoto

In den Arbeiten von Rachel Pedder-Smith verbinden sich untrennbar Wissenschaft und Kunst. Nach ihrem Studium der naturgeschichtlichen Illustration am Royal College of Art in London arbeitete sie sowohl als freischaffende Künstlerin als auch in den Pflanzenarchiven des Botanischen Gartens von Kew.

Ihr aktuelles Projekt untersucht die Möglichkeiten der Revitalisierung Naturhistorischer Sammlungen durch zeitgenössische Künstler. Rachel interessiert sich für die Zusammenhänge von Sammeln und Klassifizieren, Systhematik und Ästhetik, Kommunikation und Sammlerleidenschaft. In den altehrwürdigen Herbarien von Kew Gardens erforscht sie diese Themen jedoch nicht nur theoretisch, sondern erstellt eine eigene wandfüllende, zehnteilige Arbeit. In ihrer präzisen grafischen Handschrift versammelt sie auf riesigen Papierbögen jeweils mindestens eine Art jeder blühenden Pflanzenfamilie der Erde (ca. 550 Familien). Als Vorlage dienen ihr jedoch nicht die frischen Blumen, sondern die gepressten Exemplare des Herbariums von Kew.  Der besondere Charme dieser vertrockneten Archivpflanzen kommt ihrer Vorliebe für feinste Brauntöne entgegen und es entstehen Sammelsurien in einer höchst poetischen Qualität.

Im Forum Botanische Kunst stellte sie Aquarelle zum Thema Früchte und Samen aus, Drucke des „Bean Paintings“ finden Sie außerdem in unserem Magazin.