Sylvia Peter

Sylvia Peters Pflanzenbilder fallen zunächst durch ihre Größe ins Auge. Sie sucht die Schönheit im Unscheinbaren. Im Moment sind es die Zweige und fliegenden Samen der Bäume, die es ihr angetan haben. Leicht fallen sie durch einen leeren Raum, den das weiße Papier oder ein zart getönter Hintergrund auf ihren Tafelbildern andeutet. Ihre Vergangenheit als abstrakte Malerin zeigt sich nicht nur in den mit großem Pinsel aufgetragenen monochromen Farblächen, die diesen stillen Raum für die vegetalen Bewohner des Bildes bilden. In ihrem 8-teiligen Bildnis von Eschenkeimlingen zeugt der energisch aufgespachtelte Waldboden, aus dem sich die realistisch gemalten Keimlinge herauskämpfen, von ihrer früheren Malweise.
Sowohl für ihre Gemälde als auch für die Aquarelle stellt sie ihre Farben selbst her. Nachdem ihre Palette in den letzten Jahren immer zarter geworden ist, finden nun vorrangig Ocker und andere Erdfarben sowie Steinmehle Verwendung.
Der realisischen Darstellung von Pflanzen wird sie trotz der Ausflüge in abstrakte Gefilde treu bleiben. Das Beobachten und dabei Lernen ist für sie der entscheidende Teil der Malfreude. Ihre Genauigkeit im Detail bekundet ihre Achtung vor der dargestellten Natur.
“Wenn ich durch die Wiese laufe, bin ich zu Hause”




