Gael Sellwood

Gael Sellwoods Arbeiten beobachten wir seit Jahren in den Ausstellungen der Society of Botanical Artists in London. Sie fallen auf durch die Auswahl natürlicher Fundstücke aus Wiese und Garten, und die delikaten Farbtöne. Sie erinnern inhaltlich und ästhetisch and die Miniaturen von Helga Crouch, die für Gael Sellwood von Anfang an eine Mentorin war. Gael übernimmt ganz besondere Auftragsarbeiten, sie porträtiert anhand ausgewählter Blumen und Früchte den Garten ihrer Auftraggeber, oder den seiner Kindheit oder die Lieblingspflanzen eines geliebten Menschen. So entstehen Bilder, die für ihren Besitzer eine große Bedeutung haben, eine Geschichte oder eine Erinnerung darstellen. Für einen Fremden bleibt diese Botschaft verschlüsselt.

Ihre persönlichen Bilder beinhalten auch oft solche Geschichten, halten einen bestimmten Tag ihres Lebens felst, oder ehren einen besonderen Platz ihres Gartens. Wir können diese Geschichten nur ahnen.

Gelegentlich arbeitet Gael Sellwood auf Pergament. Die gegerbte Tierhaut reagiert extrem empfindlich auf Feuchtigkeit, daher ist es besonders schwierig darauf zu aquarellieren. Die Farbe muss fast trocken und in zahlreichen Strichlagen aufgetragen werden, Fehler können nicht korrigiert werden. Das Ergebnis sind Bilder mit einer eigenwilligen Leuchtkraft, fast glasigem Charakter. Sie sind jahrhunderte lang haltbar und werden daher in Sammlerkreisen besonders hoch geschätzt.

 

 

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