Gabriela Fink

Das Finden und Abwandeln von Formen der Natur prägen die Arbeiten der Goldschmiedemeisterin Gabriela Fink und inspirieren sie zu Schmuckobjekten, die an Schoten, Früchte, Blüten und Knospen erinnern.
Die geometrische Abwicklung einer Lampionfrucht, einst im Herbst auf der Straße gefunden, nach deren Vorbild aus dünnem Silberblech zu einem stabilen, dreidimensionalen Anhänger geformt, wurde der Ausgangspunkt für viele variantenreiche florale Schmuckstücke.
Der geometrische Aufbau von Pflanzen, gepaart mit ihrer amorphen Form, fasziniert sie seit ihren Zeichen- und Fotostudien an der Zeichenakademie Hanau, Fachschule für Edelmetallgestaltung.
Dabei lässt sie sich von gefundenen Formen inspirieren und setzt ihre Beobachtungen dann frei um. Ohne botanische Korrektheit anzustreben, schafft sie klare und überzeugende Formen, die sowohl die Möglichkeiten des Edelmetalls ausschöpfen, als auch ihr Gespür für die Pflanzenanatomie erkennen lassen.
Die Ringfolge “Metamorphosen” versinnbildlicht in 13 Stationen das immerwährende Werden und Vergehen. Dabei ist es keine bestimmte Pflanze, die diese Wandlung durchläuft, sondern das Prinzip Blüte, das Gabriela Fink in Szene setzt. In Silber mit Email gearbeitet, fügen sich die einzelnen Ringe zu einer Installation zusammen, die auch als Kleinplastik betrachtet werden kann.
Die Ringfolge war bereits im Museum für angewandte Kunst Frankfurt und mehreren Grassimessen sowie in Galerien in Sydney und Adelaide ausgestellt. Von der Sonderschau FORM der Frankfurter Messe erhielt sie eine Auszeichnung.
Wir freuen uns, diese außergewöhnliche Schmuckinstallation in der Ausstellung “Bildnisse einer Blüte” zeigen zu können.

“Meine Affinität gegenüber Pflanzen, die ich auch schon früher beim Gärtnern und Spazieren gehen
durch die Natur verspürt hatte, hat letztlich in meinen Schmuckstücken ihre Ausdrucksform gefunden.”



