Brigitte Hofherr

Künstlerfoto

 Brigitte Hofherr ist mit den unterschiedlichen Seiten der Kunst aufgewachsen. Ein Großonkel war Maler, die Familie mit Künstlern befreundet. Schon als Kind erhält sie Privatunterricht im Zeichnen. Zugleich liebt sie es, Naturfundstücke zu sammeln. Als Teenager beginnt sie, diese Objekte in Bilder zu übersetzen, malt Stilleben nach der Natur. Dass Brigitte die Malerei zum Beruf machen könnte, war jedoch zu dieser Zeit nicht vorstellbar, finanzielle Sicherheit kann dieser Beruf nicht bieten.
Da sie die Kunst als inneren Rückzugsraum braucht, findet sie neben ihrer pädagogischen Tätigkeit und als jahrelang alleinerziehende Mutter von 4 Kindern immer Zeit zum Malen. Auch bildet sie sich im kreativen Bereich weiter: Zwei Jahre ist sie Gasthörerin an der kunstpädagogischen Fakultät und bildet sich im Bereich der elementaren Musikpädagogik weiter, in dem sie bis heute arbeitet.

Bereits als junge Erwachsene konzentriert sie sich künstlerisch auf Naturformen. Der Wald ist ihr Energiespender. “Beim Betrachten der Pflanzen, ihrer Schönheit und ihres Aufbaus kann ich mich völlig vergessen” sagt sie.
In dieser Zeit sucht sie aktiv den Kontakt zu Künstlern, und findet in dem Darmstadter Künstlerpaar Vahle Vorbilder und Inspiration. Die vibrierende Welt um Fritz und Inge Vahle und die Künstler in ihrem Atelierhaus ermutigen Brigitte Hofherr, ihren Drang zur Kunst nicht mehr zu deckeln und kontinuierlich zu malen. Hier erlernt sie die grundlegenden Entstehungsprozesse von Kunstwerken und deren atmosphärische Wirkung auf Räume.

Mit 38 lernt sie ihren jetzigen Partner kennen, einen griechisch stämmigen Musiker, der ein Häuschen auf einer kleinen Insel vor Athen besitzt. Sofort ist sie begeistert von der mediteranen Pflanzenwelt, von den ungewohnten Formen, der Üppigkeit und besonders vom Licht. Ganze Werkreihen zu Zitronen, Oliven, Kakteen und Agaven entstehen. In Botanischen Gärten zeichnet sie Wasserpflanzen, manchmal auch nur das Wasser. Grundlage für ihre Bilder ist immer ein Sammelsurium aus Zeichnungen, Fotografien und Notizen. In Worten und Skizzen hält sie fest, was das Naturobjekt an Formen, Farben und Atmosphäre anbietet, um dies in Bilder umzusetzen. Jedes Jahr verbringt sie nun einige Wochen auf der Insel und sammelt dort Stoff für die Bilder, die sie dann in ihrem Heidelberger Atelier auf die Leinwand bringt.