Angeline de Meester

Künstlerfoto

In der Stille ihres kühlen, nach Norden gerichteten Ateliers entstehen Angeline de Meesters Botanische Zeichnungen. Die Eleganz ihrer Kompositionen und das Understatement in der Auswahl ihrer Motive macht sie zu einer der herausragenden Künstlerpersönlichkeiten der Britischen Botanical Artists. Vielleicht ist es die Beschaulichkeit des Landlebens in ihrer Heimat Surrey, wohin die Künstlerin nach 15 Jahren Großstadtleben als Schmuckdesignerin in New York zurückgekehrt ist, die ihr Augenmerk auf die heimischen Bäume und Stauden lenkt. Ihre Modelle findet Angeline in der nächsten Umgebung. Sie zeichnet die Pflanzen nach der Natur, entweder an ihrem Standort oder anhand des eingetopften Exemplars im Studio. Meist zieht sich die Arbeit an einem Bild über einen Monat hin, dem ausgearbeiteten Aquarell gehen zahlreiche Studien voraus. Gerne erstellt Angeline ganze Serien zu einem Thema, wie zum Beispiel “Pflanzen mit animalischen Namen” oder “Bäume mit giftigen Beeren”, eine Serie die sie im Hinblick auf ihre drei kleinen Kinder schuf.

Für Angeline ist die Darstellung auf weißem Papierhintergrund nicht nur eine Fortführung der Tradition. Sie betrachtet diese als ein geeignetes Mittel, den Focus des heutigen Betrachters auf ein ausgewähltes Naturartefakt zu lenken. Die Natur, gerade die Zweige von Bäumen und Sträuchern sind in ihrer Fülle an Details und ihrer Verwobenheit untereinander so komplex, dass es der Heraushebung durch den Künstler bedarf, ihre Schönheit und Kostbarkeit sichtbar zu machen.